Erdgasspeicher Haidach – zehn Jahre Versorgungssicherheit

Straßwalchen/Kassel. Mit einem Arbeitsgasvolumen von über 2,6 Mrd. Kubikmeter ist der Erdgasspeicher Haidach derzeit einer der größten in Europa. Nach einer Entwicklungszeit von 10 Jahren, von 1997 bis 2007, wurde der gesamte Erdgasspeicher im Juni 2007 in Betrieb genommen. Der Erdgasspeicher Haidach, der im Rahmen eines Joint Ventures mit Gazprom, WINGAS und RAG in zwei Phasen gebaut wurde, ist ein Beispiel für die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel der Versorgungssicherheit.

Durch die Nutzung der ehemaligen Erdgaslagerstätte in Haidach als Gasspeicher, haben sich die drei Partnerunternehmen für den effizientesten, umweltfreundlichsten und zuverlässigsten Ansatz zur  Speicherung von Energie entschieden. Das Speichergestein in Haidach ist mit über 100 Metern an  einigen Stellen ungewöhnlich dick und erstreckt sich über 17,5 Quadratkilometer. Dank der hohen  Durchlässigkeit des Gesteins können in den Speicher pro Stunde etwa eine Millionen Kubikmeter  Erdgas eingepresst oder entnommen werden.
 
Der Erdgasspeicher Haidach wurde 1997 als Porenlagerstätte in einer Tiefe von über 1.600 Meter von RAG entdeckt und war mit einem Volumen von 4,3 Mrd. Kubikmetern einer der größten Funde in  Österreich. Der Erdgasspeicher verfügt über eine Arbeitsgasmenge von über 2,6 Mrd. Kubikmeter.

Erdgasspeicher sind wichtige Instrumente, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Sie  ermöglichen die stabile Verfügbarkeit der umweltfreundlichen Energieform Erdgas in der erforderlichen  Menge. Auf diese Weise können wir sowohl die Differenz zwischen den konstanten Gasliefermengen  und den Schwankungen beim Gasverbrauch ausgleichen, als auch die Differenz zwischen den  jahreszeitlich und tageszeitabhängigen Verbrauchsschwankungen.

Erdgas wird das ganze Jahr über in mehr oder weniger konstanter Menge gefördert und über weite  Entfernungen transportiert. Doch der Energieverbrauch von Wirtschaft, Kraftwerken und Haushalten  schwankt je nach Jahres- und Tageszeit. Im Winter und während des Tages ist der Verbrauch  wesentlich höher als im Sommer und bei Nacht.