WINGAS eröffnet Bürgerinformationszentrum für den Erdgasspeicher Jemgum

Neueröffnete Ausstellung informiert über Bau und Entwicklung des Speichers Jemgum / Mittwochs von 14 - 18 Uhr geöffnet

Jemgum, 15. Juni 2011. Warum muss Erdgas gespeichert werden? Wie werden dafür Kavernen in einer Tiefe von 1.500 Metern in einem Salzstock errichtet? Und welche Bedeutung hat Erdgas in der Energieversorgung Deutschlands? Mit einem jetzt eröffneten Bürgerinformationszentrum auf dem Betriebsgelände des Unternehmens in Jemgum stellt der Erdgasversorger WINGAS den Bau, die Entwicklung und die künftige Aufgabe des Erdgasspeichers Jemgum vor. "Die spannenden Aspekte unser Aktivitäten hier vor Ort, geschehen unter Tage", erklärt WINGAS-Projektleiter Arkadius Binia. "Mit dem neuen Informationszentrum haben wir nun die Möglichkeit, die Besucher unserer Speicherbaustelle anschaulich und ausführlich über unsere Aktivitäten zu informieren." Die Ausstellung zeigt unter anderem einen Bohrer, mit dem der Salzstock unterhalb Jemgums erreicht wurde, stellt in Animationen und Grafiken die Technik vor, mit denen die Hohlräume in der Tiefe errichtet werden, und präsentiert die archäologischen Funde, die während der Errichtung des Speichers entdeckt worden waren. Das Bürgerinformationszentrum ist jeden Mittwoch in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet, in diesem Rahmen werden auch Führungen angeboten.

WINGAS realisiert derzeit im ostfriesischen Jemgum an der deutsch-niederländischen Grenze, den Speicher Jemgum. Das Unternehmen plant die Errichtung von bis zu 18 Kavernen mit einer Kapazität von rund 1,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Die Verbundnetz Gas AG (VNG) aus Leipzig ist mit einem Sechstel an dem WINGAS-Speicher beteiligt, "Wir kommen mit der Errichtung des Kavernenspeichers weiter gut voran. Nach dem Baustart im Sommer 2008 ist bereits ein Großteil der Bauarbeiten abgeschlossen", so Binia. "Mit dem Aufbau der technischen Gasanlage, mit der das Erdgas in die unterirdischen Hohlräume gepumpt und wieder entnommen wird, beginnen wir in den nächsten Wochen." Auch untertage läuft die Errichtung der Kavernen weiter voran. So wurden jetzt die ersten zehn geplanten Bohrungen für die Erschließung der Kavernen fertig gestellt. Um eine Kaverne zu erstellen, muss Salz aus dem Salzstock aufgelöst und ausgespült werden. Der hierfür erforderliche Solprozess dauert rund zwei Jahre. Ein weiteres Jahr nimmt die so genannte Gaserstbefüllung der Kaverne in Anspruch.

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